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Europäische Investoren setzen weiterhin auf Miami

Wie groß ist der internationale Anteil wirklich?
Marion Ott  |  October 14, 2026

Internationale Käufer

Internationale Nachfrage gehört seit Jahrzehnten zu den stabilsten Kräften im Miami-Markt — und Käufer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz machen einen wachsenden Teil davon aus. Hier die Zahlen, die Visa-Optionen und die praktischen Fragen, die wirklich zählen.

Skyline von Miami am Wasser

Für europäische Käufer bietet Miami etwas, das in Europa gerade selten geworden ist: Wachstum, Rendite und Lebensqualität in einem Markt.

Die Zahlen

Wie groß ist der internationale Anteil wirklich?

Aus dem MIAMI REALTORS® International Report

Jeder fünfte internationale Immobilienkauf in den gesamten USA findet in Florida statt — und jeder zweite davon in der Metropolregion Miami. South Florida allein vereint rund 10% aller internationalen Immobilienverkäufe der USA auf sich.

Ausländische Käufer machten 2025 rund 15% des gesamten Dollar-Volumens im South-Florida-Wohnimmobilienmarkt aus — etwa siebenmal so viel wie der US-weite Durchschnitt von 2%.

Quelle: MIAMI REALTORS® International Report, Januar 2026. Deutschland wird im Bericht als Käufer-Herkunftsland genannt, jedoch ohne eigenen Prozentanteil — ein Beleg dafür, wie unterrepräsentiert der deutschsprachige Markt in der öffentlichen Datenlage noch ist, verglichen mit seinem tatsächlichen Potenzial.

1 von 5 US-Auslandsverkäufen findet in Florida statt
10% Aller US-Auslandsverkäufe entfallen auf South Florida
15% Anteil ausländischer Käufer am Dollar-Volumen in South Florida

Visa & Aufenthalt

Wie deutschsprachige Investoren und Unternehmer tatsächlich in die USA kommen

Eine Immobilie in Miami zu kaufen, verschafft für sich genommen kein Aufenthaltsrecht — das ist eine der häufigsten Verwechslungen, die mir begegnen. Aber für Investoren und Unternehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es reale, etablierte Wege, geschäftliches Engagement in den USA mit einem Aufenthaltstitel zu verbinden:

  • E-2-Investorenvisum: Deutschland, Österreich und die Schweiz sind alle drei E-2-Vertragsstaaten — das Visum steht Staatsangehörigen dieser Länder offen. Es erfordert eine "substanzielle" Investition in ein aktives US-Unternehmen (keine gesetzlich fixierte Mindestsumme, in der Praxis aber meist ein mittlerer bis hoher sechsstelliger Betrag), das der Investor tatsächlich leitet. Es ist beliebig oft verlängerbar, solange das Unternehmen operativ bleibt — für Deutsche und Österreicher in der Regel mit fünfjähriger Gültigkeit pro Verlängerung, für Schweizer mit vier Jahren.
  • EB-5-Investorenvisum (Green Card): Für Investoren, die direkt eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis anstreben. Aktuell liegt die Mindestinvestition bei 800.000 USD in einem "Targeted Employment Area" (ländliche oder strukturschwache Gebiete) bzw. 1.050.000 USD außerhalb davon, verbunden mit der Verpflichtung, mindestens 10 Vollzeitstellen zu schaffen.
  • Keine Immobilien-spezifische Visa-Kategorie: Wichtig zu wissen — weder E-2 noch EB-5 lassen sich allein durch den Kauf einer Wohnimmobilie erfüllen. Beide erfordern eine aktive geschäftliche Investition. Ein Immobilienkauf kann aber sehr wohl Teil einer umfassenderen Investitions- und Umzugsstrategie sein, die parallel dazu verfolgt wird — mehr dazu auf unserer Seite für Investor Services.

Ein Grund, warum sich diese Rechnung für viele europäische Investoren überhaupt lohnt: Miami ist inzwischen teurer im Ankaufspreis als noch vor wenigen Jahren, aber die Wertentwicklung folgt einer Logik, die ich in einem früheren Beitrag genauer aufgeschlüsselt habe — Miami ist jetzt teurer als New York — warum das für Investoren keine schlechte Nachricht ist. Und weil keine Landeseinkommensteuer erhoben wird, lohnt sich auch ein Blick auf die tatsächlichen laufenden Kosten je nach Lage — dazu mehr in unserem Vergleich der Lebenshaltungskosten in Miamis Stadtteilen.

Wichtig zu wissen

Eine Immobilie schafft ein Zuhause.
Ein aktives Unternehmen schafft ein Visum.

Das Ökosystem vor Ort

Warum Miami für Gründer besonders gut aufgestellt ist

Unabhängig von der Visa-Frage: Miami hat sich in den letzten Jahren aktiv als Anlaufstelle für internationale Gründer positioniert. Veranstaltungen wie eMerge Americas — eine der größten Tech- und Investorenkonferenzen der Region — bringen gezielt europäische, lateinamerikanische und asiatische Gründer mit US-Investoren zusammen; über 1.000 Investoren nehmen jährlich teil, und Teilnehmer der Plattform haben in Summe bereits rund 3 Milliarden USD an Kapital eingesammelt. Die Stadt Miami Beach selbst engagiert sich aktiv in diesem Ökosystem und unterstützt entsprechende Gründerformate vor Ort.

Das bedeutet nicht, dass die Stadt selbst Visa vergibt — das bleibt Bundessache. Es bedeutet aber, dass ein europäischer Unternehmer, der über ein E-2- oder EB-5-Investment nachdenkt, in Miami auf ein Netzwerk aus Investoren, Beratern und anderen internationalen Gründern trifft, das die eigentliche Geschäftsgründung — die für das Visum ohnehin nötig ist — spürbar erleichtert.

Wo europäische Käufer tatsächlich landen

Drei Lagen, drei unterschiedliche Profile

Wer eher Richtung Miami Beach denkt, findet auch in Surfside und in Bal Harbour ruhigere, stark international geprägte Alternativen mit direktem Strandzugang.

Neubau als Einstieg

Drei Projekte, die für internationale Käufer besonders interessant sind

Für einen europäischen Käufer, der eine Immobilie sowohl selbst nutzen als auch vermieten möchte, sind Neubauprojekte oft die unkomplizierteste Lösung — von Anfang an unter aktuellem Reserve- und Baustandard, häufig mit professionellem Vermietungsmanagement:

Die vollständige Übersicht aktueller Projekte finden Sie auf unserer Seite Neubauprojekte.

Was Sie einplanen sollten

Die praktischen Fragen für jeden internationalen Käufer

  • Finanzierung als ausländischer Käufer funktioniert anders als eine inländische Hypothek — höhere Anzahlungen und andere Nachweise sind Standard. Es lohnt sich, die Finanzierung zu klären, bevor man sich in eine bestimmte Immobilie verliebt.
  • Die Eigentümerstruktur ist früh zu klären, nicht erst beim Notartermin — ob Sie persönlich, über eine LLC oder einen Trust kaufen, verändert Ihre steuerliche und erbrechtliche Situation grundlegend. Das gehört in die Hände Ihres eigenen Steuer- und Rechtsberaters.
  • Der EUR/USD-Wechselkurs ist real bares Geld — er kann den effektiven Kaufpreis während der Suche spürbar verschieben und verdient dieselbe Aufmerksamkeit wie die Objektsuche selbst.

Nichts davon ist Rechts- oder Steuerberatung — es sind genau die Fragen, die ich mit jedem internationalen Klienten kläre, gemeinsam mit dem passenden Spezialisten, bevor eine Transaktion weit fortgeschritten ist.

Planen Sie einen Schritt nach Miami?

Ich arbeite regelmäßig mit europäischen Käufern und begleite Sie durch die praktischen Fragen — Finanzierung, Struktur und welche Lage wirklich zu Ihnen passt.

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